Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Asche und Phönix" von Kai Meyer


Klappentext

Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt.

Schreibstil

Wie immer besticht Meyer auch in diesem Buch mit einem verständlichen Schreibstil, der die unterschiedlichen Situationen, Szenerien und Charaktere schnell erfasst und mir als Leser nahe bringt. Schnörkellos umspannt dieser Stil das komplette Werk.

Charaktere

Parker ist süchtig nach Ruhm und braucht das Blitzlichtgewitter, denn ohne dieses geht es ihm schlecht. Mag man anfangs den Eindruck von ihm bekommen, er sei ein verkappter Jungstar, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht, so denkt man falsch. Beinahe schon jähzornig begehrt er gegen seinen Vater auf, versucht dessen Marketingkonzept zu Fall zu bringen und endlich er selbst sein zu dürfen. Parker ist ein junger Mann, bei dem man den Wunsch, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, nachvollziehen kann.

Ash ist wohl pflegefamiliengeschädigt und schlägt sich seit einiger Zeit selbst durch. Sie wohnt in urlaubsverlassenen Wohnungen, hält Momente mit ihrer Polaroid-Kamera fest, die sie dann an irgendwelche Wände klebt und jobbt als Zimmermädchen in Hotels – in denen sie dann gerne mal die reiche Kundschaft bestiehlt. Als Parker sie erwischt und sie bittet, ihn im Austausch für das Geld fortzubringen, flieht sie mit ihm. Nach anfänglichem Widerwillen beginnt sie sich jedoch um ihn und die Ereignisse um ihn herum zu sorgen – ohne als Ballast an Parker zu hängen, sondern als tatkräftige Unterstützung, die für sich selbst sorgen kann.

Libatique ist (so schätze ich) eine Art Dämon, mit dem Parkers Vater einen Pakt geschlossen hat. Seit etlichen Zeiten wandert er auf der Erde und lebt vom Ruhm der Paktierenden. Furchteinflößenderweise hinterlässt er keine Überlebenden, wo er auch geht und steht. Alles nietet er um, alles wird vernichtet.

Umgebung

Umgebungen gibt es eine Menge. Von Londons Hotels und U-Bahnen bis hin zu französischen Küsten, Luxushäusern, Kinosälen ist vieles dabei. Oft dient die Umgebung jedoch nur als Kulisse, vor der die agierenden Personen spielen. Mich hat dies weiter nicht gestört, ich fands sogar im Sinne der Buchaufteilung schlüssig.

Plot

Parker will weg zum Schauspielerdasein (zumindest als Glamour-Star), widersetzt sich seinem Vater, der einen Pakt mit Libatique hat und seinen Sohn an seiner Stelle ausliefern will. Von da an geht alles schief und Parker muss um sein Leben fliehen, dürftig gestreuten Hinweisen und Wissen nachjagen, um dem Dämon zu entkommen.

Ende

Für mich ein wenig vorhersehbar, aber dennoch fand ich es passend. Wie es ausgeht, müsst ihr schon selbst lesen, ich fands einfach nur treffend.

Fazit

Wieder mal ein toller Jugendroman mit Fantasyelementen! 5 Sterne gibts dafür von mir!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen