Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Der Augensammler" von Sebastian Fitzek

Schreibstil

Fitzek bleibt seinem mitreißenden und verständlichen Schreibstil treu, der auch schon seine andere Bücher durchzog. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen.

Charaktere

Alexander Zorbach hat seine Ecken und Kanten, wie eigentlich jeder von Fitzeks Charakteren. Als
Protagonist gefällt er mir gut, weil er innerhalb seines Rahmens agiert und die Tragweite dessen manchmal nicht einzuschätzen weiß.

Alina Gregoriev ist die blinde Physiotherapeutin, die meint, den Augensammler behandelt zu haben. Auch sie gefiel mir ausgesprochen gut, gerade die Kapitel aus ihrer “Sicht” sorgten für einen anderen Einblick in das Leben einer erblindeten Frau, obwohl ich mir nun nicht einbilde zu wissen, wie sie sich fühlen oder selbst damit umgehen könnte. Als Nebencharakter war sie ausgesprochen stark. Gerade dieses Selbstbewusstsein machte dein Reiz ihrer Person aus.

Kommissar Stoya blieb ebenfalls er selbst, auch wenn ich ihn schlichtweg nicht leiden konnte.

Umgebung

Diese sind wechselhaft. Mal spielt es in einem Swinger-Club in einer Rückblende, mal in Alinas Wohnung oder auch auf dem Polizeirevier, der Redaktion … wie immer sich diese Umgebung gestaltete, Fitzek ließ genug Spielraum für ein eigenes Bild im Kopf, aber zu wenig, um sich in einem weißen Nichts zu befinden.

Plot

Der Augensammler … alles dreht sich nur um ihn und die entführten Kinder. Super durchzogen, die Spannung war für mich an manchen Stellen kaum auszuhalten. Top!

Ende

Ich war so froh: Das erste Fitzek-Buch, bei dem ich den/die Täter/in von Anfang an wusste! Innerlich habe ich gefeiert. Doch als mir bewusst wurde, warum die Seitennumerierung dieses Buchs rückwärts läuft, hätte ich gerne theatralisch “NEEEEEIN” geschrien. Ich war erschüttert, geschockt, fassungslos. Gänsehaut pur.

Fazit

Volle Leseempfehlung! 5 Sterne von mir!

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