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Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Die Elbenthal-Saga 01: Die Hüterin Midgards" von Ivo Pala

Schreibstil

Eingängig, bildhaft, eine Mischung aus mittelalterlichen Sätzen mit modernen Sprüchen – genauso wie es in diesem Roman auch sein sollte. Eine fantastische Mischung, die sich leicht weglesen ließ, dennoch nicht anspruchslos wirkte.

Charaktere

Svenya wird gerade 17 Jahre alt und plötzlich reißen sich die Mächte um das einstige Gossenmädchen. Von der Straße weggeholt landet sie in einem atemberaubenden Elbenpalast und soll plötzlich die Hüterin Midgards sein. Da sie keine Ahnung hat, was Midgard überhaupt ist, oder was ihre Aufgaben als Hüterin betragen, stellt sie sich anfangs ungeschickt und ungläubig an, stets in der Erwartung aus einem Traum zu erwachen. Doch über alldem ist Svenya eine zähe Protagonistin mit ihrem eigenen Kopf, die sich nicht mal vom Schicksal vorschreiben lässt, was sie zu tun oder zu lassen hat. Sie besitzt einen willensstarken Charakter, vor dem ich meinen Hut ziehe.

Hagen ist ein starker und beinahe unbezähmbarer Kämpfer, der seit vielen Jahrhunderten (oder waren es Jahrtausende?) in Elbenthal lebt. Er ist rigoros, wenn auch nicht gefühlskalt, auch wenn der Befehl, Svenya eher zu töten, als sie dem Schwarzen Prinzen in die Hände fallen zu lassen, ihn so erscheinen lassen mag. Vor einiger Zeit hat er bei einem Kampf gegen den letzten Drachen Oegis ein Auge verloren und dadurch auf mich noch grimmiger wirkt.

Yrr ist die Tochter Hagens und dickköpfig sowie hochmütig. Sie kämpft immer wieder gegen Svenya in deren Trainingseinheiten und regelrechter Hass zerfrisst Yrr von innen, da Svenya trotz ihres Versagens als höher angepriesen wird als sie selbst. Ein kantiger Charakter, den ich nach tieferen Einblicken jedoch auch vollkommen nachvollziehen konnte.

Laurin, auch bekannt als Schwarzer Prinz, hat vor langer Zeit die Lichtelben überrannt. Doch auch wie sie kann er nicht zurück in seine Welt Alfheim und versucht nun andere Wege dorthin zu finden. Er ist ein unbestreitbar guter Kämpfer, der niemals müde wird, seine Pläne zu verfolgen.

Umgebung

Auch wenn ich selbst nie in Dresden war (oder Elbenthal), so habe ich inzwischen einen kleinen Eindruck davon bekommen (von Elbenthal sogar viele mehr). Pala schreibt sehr bildhaft, sodass diese ganzen geschriebenen und aneinandergereihten Worte zu wirklichen inneren Bildern wurden. Auch wirken die meisten Charaktere mit der Umgebung einher und spazieren dort nicht nur durch die Gegend.

Plot

Ja, Svenya soll zur Hüterin werden, zu kämpfen lernen, ein Zuhause finden und den Abschlusstest bestehen. Dieser Faden zog sich, sobald die Geschichte sich Svenya selbst offenbarte, komplett durch den Roman, sodass ich als Leserin etwas hatte, an dem ich mich geistig entlanghangeln konnte. Wunderbar!

Ende

Leider hatte dieses Buch eines. Und ich fand es großartig!!! Was darin passiert, lest ihr am besten selbst nach. Der ganze Roman ist wirklich toll und wurde für mich nie langweilig.

Fazit

5 Sterne von mir! Dazu noch ein böser Blick in Richtung des Autors, denn nun will ich UNBEDINGT wissen, wie es weitergeht, dabei darf ich dieses Jahr nur noch 10 Bücher auf 10 Monate verteilt kaufen! *hmpf* Menno!

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