Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Elbenthal-saga 02: Der schwarze Prinz" von Ivo Pala

Schreibstil

Auch in diesem Band behält Pala seinen flüssigen und mittelalterlich-modernen Schreibstil bei, der so wunderbar in die Geschichte passt. Bildgewaltig!

Charaktere

Svenya wächst mit ihren Aufgaben und man merkt ihr an, dass sie nun schon längere Zeit in
Elbenthal lebt. Sie ist selbstbewusster, offener und nimmt ihre Umgebung beinahe als Selbstverständlichkeit wahr. Auch übernimmt sie Missionen, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes getan. Vor allem nach Svenyas schwierigem Start freute es mich als Leserin besonders, sie so gereift zu sehen. Auch hält sie nach wie vor an ihren Prinzipien fest und egal wie stark der Wind wird, sie bleibt ein Fels in der Brandung. Großartig!

Hagen wirkt in diesem Band tatsächlich grimmiger und etwas kälter als im vorangegangenen. Dadurch, dass man aber auch viel von seiner Hintergrundgeschichte erfährt, die nun wirklich schon sehr lange andauert, erklärt sich sein Zustand, besonders wenn man die schweren Aufgaben und Entscheidungen betrachtet, die Hagen immer wieder fällen muss. Alles in allem bleibt er sich selbst und Svenya treu und das macht ihn für mich glaubwürdig.

Yrr beschreitet eigene Wege und begibt sich damit nicht nur in größte Gefahr, sondern bringt sich beinahe um. Gerne hätte ich noch das ein oder andere Kapitel aus ihrer Sicht gelesen, denn für mich ist und bleibt sie ein toller Charakter. Nun ja, aber nicht jeder Leser kann in jedem Buch alles haben ;). Ihr Herumgezicke hat mir zum Beispiel gar nicht gefehlt und ich bin froh, dass sie sich mit Svenya gut versteht.

Laurin … er betitelt ja im Grunde diesen Band. Und lange Zeit wusste ich nicht, warum dem so war. Hätte ich doch Titel wie “Die Schwerter des Schicksals” oder “Die Totengöttin” irgendwie passender gefunden. Zumindest bis es nachher zum Krieg kam und Laurin gemäß seines Charakters wie immer kämpfte und sogar im Angesicht der Gnade reagierte. Da kam der AHA-Effekt und mir wurde das Ausmaß der Handlungen des Schwarzen Prinzen bewusst. Ich mag Laurin schlichtweg :).

Umgebung

Oh, da könnte ich euch nun etwas von Vineta vorschwärmen! Am liebsten wäre ich selbst da gewesen. Auch Aarhain wurde diesmal genauer mit eingebaut, natürlich kam auch Elbenthal darin vor. Pala schaffte es wieder, mich in die Umgebungen zu ziehen und die Figuren mit eben dieser interagieren zu lassen, sodass sie nicht wie Schauspieler vor einer Fototapete wirken. Ich freue mich schon und bin gespannt, wohin Band 3 mich tragen wird!

Plot

Die Schwerter des Schicksals dürfen nicht vereint werden, da man mit ihnen ein weiteres Tor nach Alfheim öffnen könnte. Doch Hel, deren Geist sich nach Midgard verirrte und nun hier gefangen ist, will zurück. Und hat schon mal jemand versucht, eine Totengöttin aufzuhalten? Der rote Faden zieht sich trotz einiger wichtiger Nebenstränge durch das komplette Buch und ich bin sehr zufrieden mit der Auflösung.

Ende

Ja, auch dieses Buch hatte eins und ich bin dermaßen froh, dass Band 3 heute gleich auf mich wartet. Nach dem Cliffhanger hätte ich nicht lange warten wollen! Überraschende Wende am Ende ;).

Fazit

5 Sterne für eine starke Fortsetzung mit einem tiefen Einblick in die Hintergrundgeschichte!

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