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Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Elbenthal-Saga 03: Die eisige Göttin" von Ivo Pala

Schreibstil

Pala hält seinen frischen Jugendlichen Schreibstil in dem Abschlusswerk der Saga, gepaart mit etwas hochgestocheneren Sprechweisen aufgrund des Alters mancher Charaktere. Wunderbar und verständlich!

Charaktere

Svenya entwickelt sich so weit, dass sie zu einer kämpfenden Göttin in meinen Augen heranwächst. Sie schlägt und beißt sich durch, behält ihre originellen Einfälle und auch ihre Gnade, was mir am besten gefällt. Doch lernt sie auch, eben nicht in jeder Situation vergebend zu sein, wenn es nämlich keinen anderen Weg gibt, als zu töten.

Zu Hagen sage ich diesmal nichts, weil ich niemanden spoilern will. Nur so viel: Schock und Überraschung!

Yrr blieb diesmal im Gegensatz zu den zwei vorigen Bänden ein wenig blass. Gerne hätte ich mehr von ihr gelesen, wäre weiter in ihre Geschichte abgetaucht. Meinetwegen könnte es sogar einen Ableger mit ihr geben, denn sie hat mich als Charakter am meisten fasziniert. Schade, dass sie etwas kurz kam, trotzdem so weit verständlich, damit es zu einem runden Abschluss reichte. Auch sie entwickelt sich als Charakter weiter, was mir gut gefällt.

Laurin macht eine der stärksten Wandlungen durch, wie ich finde. Mir hat er beim Lesen bereits von Anfang an gefallen. Ich spürte richtig, wie er sanfter und ruhiger wurde und dennoch ein Kämpfer blieb, als hätte er endlich ein Zuhause an diesem verhassten Ort gefunden. Die Wendung am Ende überraschte mich am meisten und ich hätte nicht damit gerechnet. Gelungen!

Umgebung

Wieder erschafft Pala faszinierende Umgebungen, mit denen die Charaktere auch interagieren. Schwimmende und sich immer weiter bewegende Eisfestungen, Hel und die Tiefen des Urwalds … überall war ich dabei und mittendrin. Wunderbar!

Plot

Die eisige Göttin – dieser Titel ist nicht falsch gewählt. Es geht um eine “Göttin”, die versucht alle neun Welten zu versklaven, um ihre Ordnung aufrecht zu erhalten, damit für sie Friede herrscht. Dass sie eine totalitäre Herrscherin ist, die Spaß am Tod und der Qual findet, ist ihrer Ansicht nach nicht schlimm, sondern notwendig. Und diese Göttin muss die ganze Zeit bekämpft werden, auch auf Umwegen. Der rote Faden zieht sich also durch den kompletten Roman.

Ende

Ich war mit dem Ende überaus zufrieden und kann damit leben. Zwar habe ich mir für Yrrs letzten Kampf etwas anderes vorgestellt, aber so ist es auch in Ordnung, denn einen epischen Kampf habe ich bekommen. Vielleicht wäre der andere einfach nicht stark genug gegen den anderen gewesen ;).

Fazit

5 Sterne von mir für den fulminanten letzten Teil der Elbenthal-Saga. Danke Ivo Pala, dass du diese Werke geschrieben hast!

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