Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Gesetz der Rache" von Kristen Simmons

Klappentext

Die Regierung hat Ember und Chase für tot erklärt - endlich sind sie frei und schließen sich dem Widerstand an. Doch im Lager der Rebellen herrscht Aufregung: Der geheimnisvolle "Heckenschütze" erschüttert mit seinen Anschlägen die Moralmiliz. Wer ist er? Steht der aufseiten der Rebellen? Wird er dem Widerstand zum Durchbruch verhelfen? Um den Attentäter zu fassen, veröffentlicht das FBR eine Fahndungsliste - und zu den Hauptverdächtigen gehört Ember. Mit dem Wissen, von ihren neuen Freunden verraten worden zu sein, muss Ember eine Entscheidung treffen: Wird sie sich ihr Leben lang im Untergrund verstecken oder für ihre Freiheit kämpfen?

Schreibstil

Auch hier weist Simmons wieder einen einfachen und verständlichen Schreibstil auf, genau wie in Band 1 “Artikel 5″. In regelmäßigen Abständen schwenkt er von einem ruhigen Moment in einen sehr ereignisreichen und dennoch konnte ich dem Roman an sich gut folgen.

Charaktere

Ember ist auch in Band 2 die Protagonistin. Leider finde ich, dass sie diesmal ein wenig an persönlicher Handlung eingebüßt hat, was mir weniger gefällt. Zwar ist sie immer mittendrin statt nur dabei, doch die actionreichen Momente gleiten ihr zusehends aus der Hand und immer wieder ruft sie nach Chase. Ich kann verstehen, dass er in dieser Welt der einzige Mensch ist, dem sie vertraut und an den sie sich klammert, doch für meinen Geschmack trifft Ember zu wenig wichtige Entscheidungen. Sie wirkt mehr wie ein Spielball. Dennoch hat sie ihre großen Momente, die meiner Ansicht nach aber weiter gestreut werden könnten. Sehr gut haben mir dafür diesmal die Rückblenden zu ihrer Mutter gefallen. Sie waren keine besonderen Momente an sich, eher Alltagssituationen und ich fand sie besonders einfühlsam und trotz ihrer Belanglosigkeit so treffend beschrieben. Einen Kritikpunkt habe ich noch: Die Übergänge sind manchmal so abrupt, dass ich Ember emotional nicht mehr richtig folgen kann. Ich erahne nur, was sie durchmacht, was ich ein wenig schade finde. An ihr hangelt sich aber auch der Titel dieses Werks entlang. “Das Gesetz der Rache” ist meiner Ansicht nach etwas, mit dem Ember innerlich kämpft. Sie will Rache nehmen für ihre Mutter, muss dann jedoch mit ihrem Mörder zusammenarbeiten …

Auch Chase spielt hier immer noch eine Rolle, die allerdings ein wenig in den Hintergrund rückt. Ja, er ist immer noch wichtig für Ember, aber die beiden finden wenige Momente zu zweit, wie ich es mir in ihrer Lage auch durchaus vorstellen kann. Dennoch bleibt er ihr Anker auf rauer See.

Umgebung

Diese wechselte diesmal wieder häufig. Von dem Wayland Inn über ein Krankenlager, ein Tunnelsystem unter einem Flughafen, einer Genesungsanstalt für Artikel-Verstoßende, Embers altes Zuhause und schließlich dem sicheren Haus – es war eine Menge dabei. Da sie wenig Zeit dort verbrachten, wurde die Umgebung oft nur angedeutet, nur das wichtigste stach hervor, was mir an sich schon gefallen hat, da für mich mehr Spielraum blieb, um mir selbst ein Bild zu machen.

Plot

Es geht sowohl im Ember als vermeintliche Heckenschützin, als auch um Rebecca, die Ember, Chase und Sean weiterhin suchen. Dieser Faden zieht sich konkret durchs Buch, bis im Laufe der Zeit Fäden aufgelöst werden und schon der für den nächsten Band angedeutet werden.

Ende

Es lässt mich hoffnungslos zurück – und das ist gut. Mit der Wendung habe ich nicht gerechnet, ich wurde als Leserin wirklich überrascht und finde es toll! Aber das soll jeder selbst lesen.

Fazit

Für diesen actiongeladenen zweiten Band gibt es stolze 4 Sterne von mir!

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