Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Ich und die Menschen" von Matt Haig

Schreibstil

Haig hat einen leicht verständlichen und teilweise verschnörkelten Schreibstil, der manchmal logisch manchmal blumig das Leben und die Handlungsweisen der Charaktere umschreibt. Für mich ließ es sich gut lesen und alles war klar und deutlich.

Charaktere

Hier beschränke ich mich tatsächlich auf das Alien, welches keinen Namen besitzt. Es hat sich in Professor Andrew Martins Körper hineinversetzen lassen, was gleichzusetzen ist mit dessen Tod. Der Professor hat die Riemannsche Vermutung bewiesen und brächte somit das Leben der Menschen weit voran, doch sind die Menschen nicht in der Lage mit ihrem Fortschritt auch logisch mitzuhalten, sodass es zu Problemen im All führe. Also musste er sterben und der Auftrag unseres Alien sieht vor, auch alle zu töten, die von dem Beweis wissen. Doch hat unser Vannadorianer nicht damit gerechnet, dass das Angst einflößende und unlogische Leben für ihn auf einmal Bedeutung gewinnt. So wächst mit der Zeit sein Gefühl, das Empfinden für Schönheit und auch die Logik der Menschen erschließt sich ihm langsam. Für mich eine nachvollziehbare Handlung, ein verstandener Charakter.

Umgebung

Viel fließt von der Umgebung mit ein, wirft Fragen auf, die mir als Leserin selbst nicht bewusst waren. Das Alien betrachtet die Welt eben mit fremden Augen und dadurch gewann ich selbst einen fragenden Blick auf vieles. So fließt die Umgebung zwanghaft mit in die Handlung ein, wird nicht nur zu Bühne, sondern auch zur Requisite. Toll!

Plot

Freunde, Kollegen und Verwandte töten, die von dem Beweis wissen. Das ist der Auftrag und auch der Plot. Doch nachdem unser Alien sich langsam gegen sein Vorhaben wendet, bleibt der rote Faden dennoch erhalten, denn die Vannadorianer haben noch andere Möglichkeiten, unser Alien zu zwingen oder den Auftrag erfüllen zu lassen … Konsequent durchgezogen!

Ende

Das Ende bleibt im Grunde offen, also kann ich nicht zu viel verraten. Dennoch habe ich es mir genauso vorgestellt und bin froh, dass kein Abschluss im ursprünglichen Sinne gefunden wurde.

Fazit

5 Sterne mit einem leichten sehnsuchtsvollen Blick, denn gerne hätte ich noch mehr Denkanstöße bekommen. Ein wunderbares Buch über die Schönheit des Lebens, die eigene Kraft, die Veränderung und der Wichtigkeit der Wahrheit.

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