Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Nerdikon" von Stefanie Mühlsteph

Klappentext

Was ist überhaupt ein Nerd und worin unterscheidet er sich vom Geek? Wozu sind Hexadezimalzahlen und Binärcodes gut, wie klingt Nerdcore und wieso verehren Geeks und Nerds Yoda, Mr Spock und π? Weshalb tragen Nerds Hornbrille und Rollkragenpullover, während Geeks auf T-Shirts mit unverständlichen Aufdrucken stehen? Und was zum Teufel hat Zoidberg aus FUTURAMA mit diesem Cthulhu zu tun? 
Stefanie Mühlsteph hat während ihres Studiums der Elektro- und Informationstechnik die Bekanntschaft zahlreicher Exemplare der Nerd- und Geek-Spezies gemacht. Die Autorin kennt sich also bestens aus in der Welt der Streber. Mit ihrem Nachschlagewerk NERDIKON will sie zu mehr Verständnis für jene etwas sonderbare, aber durchaus liebenswerte Form Mensch, die wir gemeinhin Nerd nennen, beitragen. So werden hier nicht nur die wichtigsten Fachbegriffe erklärt, sondern auch Hintergrundinformationen zum Leben der Freaks geliefert. Höchst informativ und amüsant – ein Muss für alle Normalbegabten!

Schreibstil

Mühlsteph hat in diesem Werk einen wunderbar humorvollen aber auch sachlichen (klar, es ist nun mal ein Sachbuch) Schreibstil vorgelegt. Es liest sich flüssig, wenn ich auch über mir unbekannte Dinge ein wenig stolperte, aber das sei nun eher meinem Unwissen zuzuschreiben, als der Autorin.

Zu Charakteren, der Umgebung und dem Plot kann ich in dieser Rezension logischerweise nichts sagen, schließlich ist es ein Sachbuch. Dennoch kann ich verlautbaren lassen, dass es sich durch und durch von Nerds, Geeks, deren weibliche Pendants und alles, was drumrum dazugehört, handelt. Anfangs erfolgt eine kleine Übersicht, was den Nerd vom Geek unterscheidet, welche Unterkategorien es davon noch gibt, warum ein Nerd es als Auszeichnung betrachtet, von anderen Nerds als eben dieser betitelt zu werden. Zusätzlich zeigt es Schwierigkeiten auf, die das Nerdtum mit sich bringt, gerade was soziale Kompetenzen anbelangt. Anschließend folgt von A-Z alles, was den Nerd und Geek bewegt, was Bedeutung besitzt, etc pp. Ganz zum Ende hin gibt es einen kleinen und nicht sonderlich ernst gemeinten Nerd-Test, in dem man feststellen kann, wie viel Nerd oder Geek in einem steckt.

Nur so als Randinfo: Ich bin eine Nerdine. Jawohl. Und stolz drauf! Auch wenn ich mit den naturwissentschaftlichen Fächern nie viel anfangen konnte (auch wenn ich Physik wirklich gern mochte und Chemie auch herrlich angsteinflößend wirkte), so gehöre ich zum Stargate-Kommando (SG1, Atlantis und Universe), liebe The Big Bang Theory und deren Humor, reiste mit der Battlestar Galactica zur zweiten Erde, tingle und leide mit dem Doctor, (und viele andere Serien und Filme noch dazu), bin eine leidenschaftliche Buchbloggerin (da ich sonst wenig bis niemanden habe, mit dem ich über meine Meinung zu Büchern diskutieren kann), liebe, liebe, LIEBE Fantasy und Science Fiction (oder deren Mischgenres), habe meine Leidenschaft “Bücher” zu meinem Beruf gemacht und besitze schon von Natur aus einen blassen Keller-Teint ;). Es gibt also viele Gründe, warum ich ein Nerd bin. Dank Mühlstephs Nerdikon bin ich mir nun auch sicher *g*.

Ich kann jedem dieses Buch nur ans Herz legen, der einen kleinen oder auch tieferen Einblick ins Nerdtum gewinnen will. 5 starke Sterne für das Nerdikon! So und nun auf nach Nerdistan!

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