Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Partials - Aufbruch" von Dan Wells


Klappentext

Die letzten Menschen haben sich nach einer verheerenden Katastrophe nach Long Island, vor die Tore Manhattans, zurückgezogen. Die Partials, übermächtige Krieger, die einst von den Menschen erschaffen wurden und sich dann gegen sie wendeten, bedrohen die Überlebenden. Und eine unheilbare Seuche fordert ihre Opfer. Die sechzehnjährige Kira setzt alles daran, einen Weg zu finden, die Krankheit zu heilen. Doch dieser Weg führt sie nach Manhattan, mitten in das Gebiet der unheimlichen Partials. Und was sie dort entdeckt, wird nicht nur ihr eigenes, sondern das Schicksal aller Geschöpfe auf unserem Planeten verändern …

Schreibstil

Dan Wells ist ein herrlich sachlicher Schreiber, der sogar die Forschungs- und Behandlungsmethoden Kiras nahebringen kann. Dennoch lässt er es an gewissen Stellen nicht an Emotionen mangeln, doch größtenteils treibt er die Geschichte voran und verharrt nicht in Gefühlsduseleien.

Charaktere

Die 16-jährige Kira Walker ist eine nachvollziehbare und sympathische Protagonistin. Ich als Leserin habe ihre Handlungsweisen und Beweggründe sehr gut nachvollziehen können, genauso wie ihre Argumentationen, die sie bei ihren Freunden und dem Rat anführte. Sie geht voran, denkt voraus, während die Menschheit stagniert. Sehr intelligent und auch leidenschaftlich kommt sie herüber und nahm auch mich als Leserin gefangen.

Samm ist ein Partial, den Kira eingefangen hat. Er will scheinbar Frieden mit den Menschen schließen, da auch die Partials sie inzwischen benötigen, um zu überleben. Obwohl er eine Maschine ist, wird er einem sympathisch und man gewinnt ihn gern – mit einer Spur Argwohn dank Kiras Denkweisen.

Über die Nebencharaktere will ich hier nicht allzu viel schreiben. Aber ich kann berichten, dass – trotz zahlreicher Namen – jeder Charakter seine Eigenheiten besaß und ich sie so leicht auseinanderhalten konnte. Super umgesetzt und eingefädelt!

Umgebung

Eindrucksvoll schildert Wells die Umgebungen, die Kira und ihre Freunde durchwandern. Auch agieren sie mit Gegenständen, die sich in dieser Umgebung befinden, nutzen sie zu ihrem Vorteil oder behindern ihren Weg. Von den Überbleibseln New Yorks, über die raue Wildnis, die sich an Villen schmiegt bis hin zu der kleinen Stadt, in der die Protagonistin lebt – alles besaß Atmosphäre. Ich konnte mich gut hineindenken und fühlte mich wohl oder bedroht ;).

Plot

Es geht um ein Heilmittel, das für das Virus RM gefunden werden soll, da es die Säuglinge seit elf Jahren dahinrafft. Es gibt keine Kinder mehr. Von der ersten Seite an behandelt dieser Roman das Thema – auch wenn anfangs nur gezeigt wird, wie sich die hundertprozentige Sterberate auf die Gemüter der unterschiedlichen Beteiligten eines Krankenhauses niederschlägt. Doch alles, was Kira in Bewegung setzt, hat nur einen Grund: ein Heilmittel finden. Der rote Faden zieht sich konsequent durch das gesamte Werk.

Ende

Ich habe geweint, das schaffen nicht viele Bücher. Schon nach einem Buch gewann ich manche Nebencharaktere zusätzlich so gern, dass ich ihnen eine Umsetzung ihrer Hoffnungen wünschte – manche bekamen es, mehr verrate ich nicht. Dennoch war das Ende einerseits so, wie ich es mir gewünscht habe, andererseits schien es unerreichbar und das immer wieder. Wow! Klasse!

Fazit

Dringende Leseempfehlung und 5 Sterne von mir!

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