Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Phoenix - Erbe des Feuers" von Ann-Kathrin Karschnick

Schreibstil

Karschnicks Schreibstil hält sich einfach und leicht verständlich trotz fremdartiger Begriffe, die es in
unserer Realität nicht gibt. Mir als Leser fiel es leicht, mich in ihrer Welt zurecht zu finden.

Charaktere

Tavi konnte ich nun noch besser verstehen. Ich weiß, warum sie handelt, wie sie handelt, warum sie nach so vielen Lebensabschnitten immer noch voller Emotion ist, und wie es aussehen würde, wäre sie es nicht. Dies wird anhand eines anderen Charakters wunderbar dargestellt. Sie entwickelt sich nur in kleinen Schritten weiter und behält trotz ihres Phoenix-Daseins stets ihre Menschlichkeit.

Leon hingegen hat seit dem ersten Band einen großen Sprung gemacht. Vom KAler zum Seelenlosen – so eine große Verwandlung geht auch an ihm nicht vorbei. Er bemüht sich, unter Kontrolle zu bleiben, was ihm jedoch nicht immer gelingt. Er handelt nach wie vor sehr emotional, was er als Cupido auch sollte. Dennoch kann ich gerade deswegen nicht nachvollziehen, wie er ganz zum Schluss reagiert. Das stellt für mich einen Bruch des Charakters dar und wirkt zu erzwungen.

Umgebung

Zwar wird nicht jede Umgebung von Karschnick ausführlich beschrieben, doch fand ich mich als Leserin ausreichend mit Informationen versorgt. Ich saß mit Leon zusammen in einer Zelle, hetzte mit Tavi durch die Straßen Paris‘ und durchlitt den Weg zum Seelenmagneten. Alles in Maßen und damit hat mich die Autorin wieder einmal gewonnen.

Plot

Karschnick versteht es, beim Faden zu bleiben, und etliche weitere drumherum zu spinnen. So gab es nicht nur den roten Faden, sondern diverse andere, die aber für mich als Leserin wichtig waren, weil die Figuren sonst nicht so glaubwürdig erschienen wären. Wunderbar und spannend!

Ende

Es war spannend bis zum Schluss. Ich habe mit Tavi und Leon mitgefiebert, habe mit ihnen gelitten und wurde in ein Ende gestoßen, das dem Wort Finale gerecht wurde. Nur die Handlung nach dem großen Knall kann ich nicht ganz nachvollziehen, doch das nur am Rande.

Fazit

4 gute Sterne von mir für den zweiten Teil der Phoenix-Trilogie. Ganz sicher will ich auch den finalen Band miterleben.

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