Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Stadt aus Trug und Schatten" von Mechthild Gläser


Klappentext

Flora fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre Seele seit jeher ein nächtliches Doppelleben in der geheimnisvollen Stadt Eisenheim führt. Von nun an wird sie nie wieder schlafen, ohne dass ihr Bewusstsein in die farblose Welt der Schatten wandert. Als wäre das nicht unerfreulich genug, hat ihre Seele offenbar den Weißen Löwen gestohlen, einen mächtigen alchemistischen Stein, nach dem sich nicht nur die Herrscher der Schattenwelt verzehren.Bald ist Flora selbst in der realen Welt vor den Gefahren Eisenheims nicht mehr sicher und eines ist klar: Sie kann niemandem trauen, nicht einmal Marian, der plötzlich in beiden Welten auftaucht und dessen Küsse vertrauter schmecken, als ihr lieb ist

Schreibstil

Mechthild Gläser hat einen ausgesprochen angenehmen Schreibstil, der hin und wieder von tollen Metaphern oder Vergleichen durchsetzt wird, welche die Szenen super veranschaulichen.

Charaktere

Flora, um die es die ganze Zeit geht, ist ein eigensinniges Mädchen, dessen Mund immer schneller plappert, als ihr Gehirn nachdenkt. Dies führt hin und wieder zu amüsanten, aber auch zu prekären Situationen. Dennoch hat es mich als Leserin gefreut, ein willensstarkes Mädchen vor mir zu haben, das versucht, seinen eigenen Weg zu gehen.

Marian ist der geheimnisvolle Finne, der urplötzlich als “Austauschschüler bei Flora in der Wohnung steht. Doch schon bald stellt sie fest, dass er in der Schattenweld ihr fester Freund war. Leider kommt die echte Flora wohl nicht so sehr an die Seelen-Flora heran, denn Marian schwankt hin und her, ob er sie nun mag oder nicht. Leider stört mich dieses Hin und Her ein wenig. Manchmal ist weniger mehr.

Umgebung

Gläser schafft sowohl in unserer Welt als auch in der Schattenweld eine wunderschöne Atmosphäre. Je nach Setting passt sich die Umgebung der Wahrnehmung an und man hetzt mit Flora gemeinsam durch diese wundersame Stadt oder deren Gebäude, die so ganz anders sind, als sie es in unserer Welt verkörpern.

Plot

Man wird nicht die ganze Zeit mit dem Kopf draufgeschlagen, dennoch zieht sich die Suche nach dem “Weißen Löwen” durch das gesamte Buch. Ich habe als Leserin mitgefiebert, was nun passieren wird und wie Flora aus dieser Situation wieder herauskommt.

Ende

Vom Ende habe ich mir ein klein wenig mehr versprochen, aber die Tatsache, dass es noch einen zweiten und damit abschließenden Teil gibt, lässt mich mit einem Augenzwinkern drüber hinwegsehen.

Fazit

Ein wunderbares Buch mit einer Leseempfehlung! Ich werde es mir irgendwann im Laufe der Zeit bestimmt nochmal zu Gemüte führen und Teil 2 auf jeden Fall lesen! Aufgrund der ab und an nervigen Szenen mit Marian und einem Ende, das es nicht richtig in sich hatte, vergebe ich 4 Sterne :).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen