Rezensionen von A-Z

Montag, 12. September 2016

Rezension zu "Wenn die Nacht in Scherben fällt" von Anika Beer

Klappentext

Schon immer waren Träume für Nele etwas ganz Besonderes, denn sie besitzt die Fähigkeit, sie zu steuern, wie es ihr gefällt. Doch als sie mit ihren Eltern von München nach Erlfeld zieht, taucht auf einmal jemand in ihrem Traum auf, den sie selbst nicht erschaffen hat: Seth, ein junger Mann, den sie unheimlich und zugleich anziehend findet. Aber was macht er in ihrem Traum? Als Nele sich in der neuen Schule mit Jari anfreundet, hofft sie, in ihm jemanden gefunden zu haben, dem sie sich anvertrauen kann. Doch dann verschwindet Jari wie vom Erdboden verschluckt. Nele macht sich auf die Suche nach ihm, und findet heraus, dass nicht nur er in Gefahr ist – sondern die gesamte Traumwelt zu zerbrechen droht …

Schreibstil

Anika Beer hat einen wunderbaren Schreibstil und nutzt ausreichend und fantastische Metaphern, welche die Szenen im Kopf lebendig werden lassen.

Charaktere

Nele ist neu nach Erlfeld gezogen und besitzt die Fähigkeit des Klarträumens. Sie kann die Träume, in denen sie sich befindet, nach ihrer Vorstellung verändern. Sie lernt den Jungen Jari an ihrer neuen Schule kennen und trotz seinem Schutzschild freunden sich die beiden an und entwickeln Gefühle zueinander.

Jari ist ein Außenseiter, der sich in sich selbst zurückzieht und oft tagträumt. Mit einem gewalttätigen Vater und einer teilnahmslosen Mutter ist das auch kein Wunder. Umso überraschter ist Jari, dass Nele es schafft, seinen Schutzschild zu durchbrechen. Als sein Vater ihn wieder einmal verprügelt, fällt Jari in die Traumwelt und ist darin gefangen. Er verändert alles nach seinen Tagtraumwünschen und zerstört so das Nachtglas, das die Welt des Wachens von der der Träume schützt.

Seth ist ein Wächter, der dafür sorgen muss, dass in seinem Teil der Träume jeder Sterbliche zurück in seinen Körper findet und sich nicht verirrt. In der Menschenwelt taucht er (wie alle anderen Wächter) als Katze auf (oder eben Kater). Doch nachdem er Nele kennen lernt, will er sie für sich haben und verhilft dazu, dass das Nachtglas bricht.

Umgebung

Die surrealen Welten der Träume sind natürlich nie logisch zu begründen. Doch auch hier schaffte es die Autorin, mich mit ihren Metaphern und Szenen in den Bann zu schlagen. Vor allem rätselte ich immer mit, was das Unterbewusstsein dem Träumer verraten wollte. Bei Tag beschreibt sie die Umgebung, lässt ihre Charaktere mit eben dieser interagieren und schafft so Atmosphäre.

Plot

Schnell beginnt der Hauptteil des roten Fadens, indem Nele das erste Mal das Nachtglas betritt und hindurchfällt. Anfangs zog sich das Buch ein wenig, weswegen ich immer ungeduldiger wurde. Gerne hätte ich mir eher den Eintritt in die Nachtwelt gewünscht.

Ende

Das Finale war stimmig für mich. Jeder bekam seinen Part zugeteilt und ließ mich ausgesprochen zufrieden zurück.

Fazit

Sympathische Charaktere mit viel Hintergrundgeschichte (zumindest bei einem), ein gut durchdachter Plot, der aber etwas braucht, ehe er richtig an Fahrt aufnimmt und eine mal ganz andere Thematik, die mich in ihren Bann ziehen konnte. 4 gute Sterne gibt es hierfür von mir!

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